Haben wir gerade Weihnachten gefeiert? Irgendwie habe ich es nicht mitbekommen. Bei hochsommerlichen Temperaturen mit gelegentlichen Schauern kommt ein Weihachtsgefuell einfach nicht auf, es ist nichts vom der weihnachtlichen Gemuetlichkeit sowie dem vorweinachtlichen Stress zu spueren, nach der Arbeit ein Bierchen, danach ein weiteres Bierchen im Swimmingpool und es geht in einem internationalen Umfeld sukzessive weiter. Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass ein durchschnittlicher Einwohner dieser Stadt die Weihnachtsfeier so verbracht hatte - alles in allem kann ich Weihnachten in Australien als ein sehr interessantes, interkulturelles Experiment durchaus empfehlen, wer jedoch einen warmen Gluehwein auf einem Weihnachtsmarkt in Kaelte einem kalten Bier im Swimmingpool bei Hize vorzieht, sollte waehrend der Weihnachten die meisten Orte auf der suedlichen Halbkugel meiden. Nun bin ich auf das neue Jahr gespannt. Uebrigens habe ich es in den letzten Tagen geschafft, endlich einen John Deere zu fahren - dieses Maschinchen ist durchaus bemerkenswert - zu meinem Standardarbeitsgeraet gehoert zurzeit ein japanischer Kubota, was ebenfalls durchaus zu empfehen ist - Hurrra!
Gruss aus Kununurra, der groessten Stadt Westaustraliens noerdlich von Broome
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31.12.06
17.12.06
Ueber die Northern Territory auf dem Weg nach Perth
Von Darwin aus waren es nur 315 km bis in die naechste Stadt, Katherine, die etwa 7000 Einwohner zaehlt - quasi ein outback town. In Katherine gibt es eine Hauptstrasse, etwa 1,5 Supermaerkte, eine Kreuzung aus einer Bushaltestelle und einem Reisebuero, und ein paar Drive Inns(eine Kombination einer Tankstelle mit einem Getraenkemarkt - aussteigen um Bier zu holen ist nicht notwendig - etwa eine Geschaeftsidee fuer Old Germany?) um all die vom richtigen Weg abgewichenen Eingeborenen mit Alkohol zu versorgen und natuerlich Farmen, vor allem Mangofarmen gibt es in Katherine mehrere. Nachdem die Ernte beendet war, sind die Wanderarbeiter weiter gezogen, ich habe mich in die naechste Stadt (ganze 6.000 Einwohner) nur ca. 530 km westlich begeben. Nun bin ich kein Farmarbeiter mehr, sondern darf mich Plantagenarbeiter nennen, zurzeit arbeite ich auf der groessten Sandelholzplantage ausserhalb von Indien, Yeah! Ist das nicht toll! Endlich duerfte ich auch Traktor fahren, habe es noch nicht hinter das Lenkrad eines neuen wunderschoenen John Deere mit einer Klimaanlage und einem CD-Player geschafft, fuer den Anfang war es ein alter Case, na ja, immerhin ein Traktor, einem alten Ursus auf jeden Fall vorzuziehen. Ansonsten wird gepflanzt was das Zeug haelt.
Beste Gruesse aus Kununurra (wo der Pfeffer waechst sollte eigentlich hinzugefuegt werden)
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Beste Gruesse aus Kununurra (wo der Pfeffer waechst sollte eigentlich hinzugefuegt werden)
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23.11.06
Bali, Singapur und ein neuer Kontintent!
Lange Zeit nix los? Von wegen! Von Bali sind wir zunaechst nach Java zurueck, um von dort aus nach Kuala Lumpur zu fliegen. Eine Nacht durften wir auf den Strassen KL's verbringen, bevor es mit dem Bus weiter nach Singapur ging. Singapur passt so ganz und gar nicht in das asiatische Gesamtbild. Es ist wahrscheinlich die einzige staufreie Stadt Asiens. Sauber, effizient, fuer europaeische Verhaeltnisse relativ billig, fuer asiatische relativ teuer - es ist ein Genuss, sich dort fuer ein paar Tage aufzuhalten - die Bierrechnung in der Kneipe kann man mit der Kreditkarte begleichen - also macht euch auf den Weg, all ihr Gutverdiener. Von Singapur sind wir ueber nach Darwin. Nach dem Motto, neuer Kontinent neues Glueck haben wir beschlossen, die Reise jeder auf eigene Faust fortzufuehren. Der summierte maximierte Einzelnutzen der Reise ist auf diese Weise hoeher als der maximierte Gesamtnutzen beim gemeinsamen Reisen. Somit habe ich keine Ahnung, wo Boss jetzt sitzt, ich befinde mich zurzeit im Outback und geniesse jeden Tag auf einer Mangofarm arbeitend. 4:40 aufstehen, Fruehstueck, Fahrt zum Feld (nur 35 km) und ab geht die Post - it's picking time! Zusammen mit Englaendern, Franzosen, Daenen, Deutschen und Australiern wird gepflueckt, bis die Haende bluten. In den letzten Tagen duerfte ich meine Kenntnisse des Gabelstaplerfahrens unter Beweis stellen - karre natuerlich Mangos hin und her.
Gruesse aus dem Outback
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Gruesse aus dem Outback
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24.10.06
Von Sumatra ueber Java nach Bali
Von Malaysia ging es mit der Faehre von Malakka ueber die Strasse von Malakka nach Dumei, eine Hafenstadt auf Sumatra. Von dort aus haben wir uns auf die muehevolle Reise in Richtung Norden gemacht, um ein paar naechte am groessten Vulkansee der Erde, dem Tobasee, zu verbringen. Als dieser vor 74.000 Jahren explodierte haben es angeblich nur 15.000 Menschen auf der gesamten Erde ueberlebt - es setzte der sog. vulkanische Winter ein. Ein grosser Dank an den Neanderthaler - er hatte diese Katastrophe ueberlebt. Hart wie Kruppstahl, oder Sau oder Aehnliches koennen wir vergessen, hart wie der Neanderthaler lautet der Spruch! Auf Sumatra konnten wir uns endlich zu Gemuete fuehren, was eigentlich die Bezeichnung "economy class" im wahrsten Sinne des Wortes bedeutet. Bei Busfahren hat man die Wahl zwischen der "economy" der "executive" oder der "super executive". Standard fuer uns ist natuerlich die billigste Klasse, es ist mehr als eine Frage des Prinzipes (Kosten). Nun economy leitet sich vom Sparen, Sparsamkeit uws. ab. Auf Sumatra bedeutet es ab und zu, dass einem bei einer Nachtbusfahrt beim Aufwachen die Kackerlacken direkt in die Augen schauen - und schaemen sich dessen nich einmal! Von Medan ging es dann mit dem Flugzeug nach Jakarta, die etwa 100 Quadratkilometer grosse Innenstadt ueberrascht einen eigentlich nur positiv. Saubere, schoene Strassen, Schoppingcenter, Starbuck Cafes - es ist alles vorhanden. Die Slums in den Aussenbeziken soll es auch geben - ein Durchschnittstouri, der nicht auf Armutsbesichtigung steht, bekommt diese aber nicht zu sehen. Da zum Ende des Ramadans ganz Indonesien unterwegs ist, mussten wir einen Umweg ueber Badung nach Bali nehmen - nur 30 Stunden Busfahrt - dieses Mal haben wir uns fuer "executive" entschieden.
Gruss
Les
Gruss
Les
12.10.06
Weiter in den Süden

Nach meinem kurzen Urlaub in der Heimat hat Asien mich wieder. Eine Erholung ist nach einer Hochzeit in Polen auch dringend nötig. Während ich in Polen unterwegs gewesen bin, hat das Team bestehend aus Luki und Lena (L&L) Bangkok so schnell wie es nur möglich war verlassen, um die Orte zu besuchen, die Thailand als Urlaubsort berühmt gemacht haben. Es ist nicht die Khao San Road, wie manche verlorene Seele zu denken vermag, es sind die Inseln im Süden des Landes, die ich leider nur aus Erzählungen von L&L kenne. Weiße, anscheinend bis zum Horizont nicht endende zum Teil einsame oder sehr einsame Strände, Wellen, die das Duschen überflüssig machen, da sie jeglichen Schmutz auch aus der letzten Pore herauswaschen. So ist die Insel Ko Lantha eindeutig als ein Schätzchen unter den thailändischen Schätzen zu empfehlen. Dann haben L&L einen Umweg über Krabi und Hat Yai in Thailand genommen und sich auf den Weg nach Malaysia gemacht. Gorge Town muss man eigentlich passieren. Kuala Lumpur ist uns mittlerweile auch ziemlich gut bekannt, obwohl es zurzeit von brennenden Wäldern Sumatras in einer Smogwolke verschwindet, daran muss auch Brunei und ganz Borneo zurzeit leiden. Was für alte Irlandfans vielleicht interessant klingen mag, ein Guinness bekommt man in Malaysia an jeder Ecke, auch wenn es mindestens so viel kostet wie in Irland - ein Geschmackstest war natürlich Pflicht, das Ergebnis: Luki mag auch dieses hier sehr - ob das an den 8% Alkohol liegen mag? - ich ziehe das unbelastete frisch gezapfte Dublin-Guinness definitiv vor, was jedoch um Gottes Willen keinen von einem Besuch in Malaysia abhalten sollte!
Beste Grüße
Les
23.9.06
Bangkok - der Putsch
Gerade aus Myanmar in Bangkok angekommen erfuhren wir bei einem naechtlichen Spaziergang von einem erschrockenen Ami, dass in Thailand ein "civil war" ausgebrochen ist. Wieder mal einer auf Drogen unweit der Khao San, dachten wir. Dann um ca. 24 Uhr sind wir schliesslich in eine Kneipe hin, um ein weiteres Bierchen zu geniessen - und was sehen wir auf CNN, Bush persoenlich vor der Versammlung der Vereinten Nationen sprechend mit dem Untertitel "Thailand - Breaking News", naja, vielleicht stand der Ami doch nicht unter Drogeneinfluss. Schliesslich um ca. 2 Uhr nachts machten wir uns zur Khao San, dachten dass die Khao San mit ihren westlichen Touristen der Ort des Widerstandes, der Ort, an dem die Demokratie wieder zu leben beginen wird, sein wird (damals wussten wir noch nicht, dass die meisten Buerger hinter der Armee stehen - ein interessanter Aspekt - geht es etwa darum, die Herrschaft des Volkes mit nichtdemokratischen Mitteln zu schuetzen? Und was passierte an der Khao San? Gar nichts, wahrscheinlich war es die erste Nacht in Bangkok, in der die Sperrstunde fuer den Alkoholausschank (wenigstens auf der Strasse) eingehalten wurde - sind die meisten Westler etwa zu demokratieverwoehnt? Etwas Positives fuer den Tourismus bringt der Putsch auf jeden Fall mit sich, nun hat Bangkok in Form von Panzern und bewaffneten Soldaten ein Touristenziel hinzubekommen - also, falls ihr auf M60 Panzer und Soldaten mit Gewehren durch die Stadt fahrend/laufend steht - dem Katastrophentourismus steht nichts im Wege! Hoffentlich kann Luki ein paar gute Fotos schiessen - Junge pass auf, dass nicht zurueckgeschossen wird, als Tarnung musst du immer eine Flasche Bier dabei haben, auf Unzurechnungsfaehige sollten sie nicht schiessen.
Gruss
Les
Gruss
Les
20.9.06
Myanmar

Es war eher eine spontane und definitiv eine richtige Entscheidung nach
Myanmar zu fahren. Es ist schwer zu sagen wieso, aber die meisten Touris
nehmen es gar nicht in Betracht, das Land zu besuchen, wenn sie durch
SO-Asien touren. Es ist nicht moeglich, in Landesinnere auf dem Landweg
einzureisen, man darf nicht durch Gebiete reisen, die vom Militaerregime
nicht kontrolliert werden, man muss fliegen - Gott sei dank leben wir im
Zeitalter von Billigairlines. Steigt man aus dem Flugzeug in Yangon aus,
versetzt man sich automatisch in die Vergangenheit - das Strassenbild wird
zum Teil von Fahrzeugen beherrscht, die in den 60ern und davor gebaut
wurden, dies ist hochinteressant, stimmt einen aber auch traurig - Myanmar
ist mit einem BIP pro Kopf mit 260$ eines der aermsten Laender der Welt,
weniger haben nur noch Eritrea, Somalia, Liberia, Aethiopien, Kongo und
Burundi. Irgendwann stellt man sich die Frage, ob die Freundlichkeit und
Herzlichkeit der Menschen umgekehrt proportinal zur ihrer wirtschaftlichen
Leistung ist, Myanmar wuerde diese Regel bestaetigen. Maenner tragen fast
ausnahmslos Maennerroecke (longyi) und kauen Betelnuesse, welche ihre Zaehne
rot einfaerben und verroten lassen, angeblich soll das Kauen der Betelnuesse
ein Gefuehl des Wohlbefindens hervorrufen. In Yangon spuert man einen
starken indischen Einfluss, die Moschees vermitteln ein leicht
arabisch-muslimisches Gefuehl, wobei die meisten Einwohner Buddhisten sind -
Myanmar ist absolut das Land der Tempel. Von Yangon ging es nach Mandalay,
von dort aus mit dem Boot auf dem Irrawaddy-Fluss nach Bagan, eine alte
Stadt mit etwa 2000 Tempeln (glaube ich), die einfach so ohne bestimmte
Anordnung sich zu uebertreffen versuchen. Es gibt kleine Tempel, grosse
Tempel, riesengrosse Tempel - auf die meisten kann man hochklettern und ein
Landschaftsbild geniessen, welches kaum zu uebertreffen ist. Von Bagan
nahmen wir einen Bus zum Inle Lake, einem See, auf dem es ein Dorf ala
Vededig gibt, fast alle Haeuser wurden auf Stelzen gebaut und sind nur per
Boot zu erreichen, hinzu kommen schwimmende Gaerten, in denen hauptsaechlich
Tomaten angebaut werden - ja Inle Lake ist die burmesische Hautstadt von
Tomaten. Vom Inle Lake ging es schliesslich mit Yangon Airways nach Tachilek
ins Goldene Dreieck, wo wir die Grenze nach Thailand ueberqueren konnten.
Myanmar zu bereisen war einfach nur spannend, interessante Menschen, eine
Kneipenkultur mit sehr leckerem Myanmar-Bier, Myanmar-Whiskey,
Unterhaltungen mit Burmesen (die meisten sprechen Englisch), wunderschoene
Landschaften und leckeres Essen, all das ist eine Reise (trotz des
Militaerregimes) nach Myanmar wert.
Gruss
Les
30.8.06
Und dann kam Thailand!
Battambang war unsere letzte Station in Kambodscha. Mit dem Bus ging es zuerst in Richtung Sisiphon, von wo wir einen Pickup nach Pipet an der thailaendischen Grenze genommen haben. Man glaube es oder nicht, ausgerechnet auf der Packe eines Pickups wurde unser Luki zum Opfer eines Verbrechens, sein Portemonnaie mitsamt von ca. 45 USD hat sich in Luft aufgeloest - das war ein wirklich faehiger Taschendieb! Vielleicht wird ja dieses Erlebnis eine positive Wirkung auf das Opfer des Verbrechens ausueben. Konnte man da etwa etwas in der Richtung "es gibt ein Gleichgewicht der Kraefte auf der Welt" hoeren? Ende des Themas - und dann kam Thailand! Wir lieben dieses Land, nette Menschen ueberall (wir sind noch nicht Khao San Road geschaedigt), Strassensnacks ueberall - und diese schmecken einfach ungehaeuerlich gut, dabei kosten sie meistens unter 0,5 Euro, sogar der Eiskaffee bei 7/11 schmeckt einfach genial. Waehrend in Vietnam und Kambodscha ab und zu schon der Gedanke aufkam, als Erstes in Thailand McDonalds zu besuchen, gleicht dieser Gedanke jetzt einer Suende. Wie koennte man nur, eigentlich kann man sich in Thailand nicht einmal bei der Zugfahrt richtig entspannen, waehrend in Polen man nur "Piwo, Piwo, Piwo" in einem Zug zu hoeren bekommt, gleiten in Thailand Snacks an Einem vorbei, Haehnchenkaeulen, etwas Suesses, dann wieder einmal Schwein auf Knoblauch, eine Art Pfannkuchen, dunkle Wuerstchen, helle Wuerstchen, ein Bierchen und wieder ein Wuerstchen. Thailand, wir lieben dich.
Gruss aus Chiang Mai
Les
Gruss aus Chiang Mai
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28.8.06
Angkor Wat und Battambang

Von Phnom Penh ging es direkt weiter nach Siem Reap, von wo man Touren nach Angkor unternehmen kann. Siem Reap ist die Wahlfahrtsstadt in Kambodscha, denn man faehrt nicht einfach nach Angkor, man pilgert. Egal ob auf dem Weg von Vietnam nach Thailand, oder einfach nur einen Wochenendausflug aus Thailand unternehmend, die Angkor-Pilger beherrschen das Bild, die abends in einer der Bars in der Bar Street bei einem Angkor Bier den Tag Revue passieren lassen. Aber, man muss schon sagen, Angkor zu besuchen war schon etwas ganz besonderes, der Eintritt fuer einen Tag kostet rund 20 US$, mit dem Fahrrad ist man dann einen ganzen Tag unterwegs, und schafft es nur, einige der Tempel zu besuchen. Unterwegs muss man frechen Affen ausweichen, an Elefanten vorbeiradeln, sollte man Glueck haben, kann man einer Schlange beim ueberqueren der Strasse zuschauen. Nach ein paar Stunden hat jedoch bereits die Reizueberflutung eingesetzt, daher emfiehle sich fuer Vollzeitbeschaeftigte ein Mehrtagesticket besser (drei Tage 40 US$ / eine Woche rund 60 US$).
Von Siem Reap haben wir uns auf den Weg in die zweitgroesste Stadt Kambodschas aufgemacht. Rund 150.000 Einwohner zaehlt Battambang und ist ziemlich stressfrei. Es hat richtig Spass gemacht, mit den Mopeds durch die kleinen Doerfer zu heizen - natuerlich offroad - asphaltierte Strassen sind in Kambodscha sehr rar.
Gruss
Les
20.8.06
Die ersten Tage in Kambodscha

Von Saigon aus haben wir uns direkt auf den Weg nach Phnom Penh gemacht. Bereits an der Grenze stellt sich ein "Laos"-Gefuehl ein. Leise Musik, die Menschen bewegen sich langsam, alles laeuft relativ entspannt. Da es ueber den Mekong nicht allzu viele Bruecken gibt, ueberqueren wir den Mekong auf einer Faehre. Phnom Penh ist eine ganz besondere Stadt, schoene kambodschanische Bauwerke nicht weit des Mekongs, eine attraktive Promenade mit leider zu teueren Restaurants, Elefanten, Affen, vielen Mopeds, Motorrad-Rikschas, Happy Meals, Guesthaeusern am See. Abends verwandelt sich fast jede Strasse der Stadt in einen Markt, dort kann man von frittierten Kackerlacken ueber Spinnen alles kaufen. Ein gewisses Etwas (bin mir nicht sicher, was es war - eine Art Kaefer) habe ich (bin voller Stolz) auch probiert, es schmaeckt ungefaehr wie Popcorn - was nicht unbedingt heisst, dass es zu meiner Lieblingsspeise wird. Es sieht extrem gewoehnungsbeduerftig aus, um das mal milde auszudruecken.
Gruss
Les
12.8.06
Auf dem Weg von Hanoi nach Saigon
Es gibt in Vietnam nur zwei Richtungen, in die man das Land bereisen kann, vom Norden nach Sueden oder vom Sueden nach Norden ueber den Highway Nr. 1. Vietnam hat ca. 84 Millionen Einwohner und diese scheinen entlang dieses Highways zu leben, Gebaueude auf Gebaeude, Haus auf Haus - ansonsten Graeber entlang der Strasse, vor allem in der Naehe der ehemaligen Grenze, der sog. demilitarisierten Zone zwischen dem Sueden Norden, eine traurige Erinnerung an die Geschichte des Landes, lange Zeit gegen die Chinesen gekaempft, waehrend des zweiten Weltkrieges gegen die Japaner, dann von 1945 bis 54 gegen die franzoesische Besatzung, nach 56 Norden gegen Sueden und ab 1965 bis 1975 gegen die USA (der Krieg gegen die USA wird in Vietnam uebrigens als American War bezeichnet). Dann 1978 man nach Kambodscha einmarschiert, 1979 wieder einmal gegen die Chinesen, diese Kriegshandlungen haben jedoch nicht lange gedauert. Ich glaube es gibt kaum ein Land auf der Welt, dass im letzten Jahrhundert so viele Kriege gefuehrt hat wie Vietnam (wir Europaeer wissen allgemein sehr wenig ueber die Geschichte Asiens). Irgendwie wird einem die neuere Geschichte des Landes bewusst, wenn man vom Norden nach Saigon faehrt, hier (in Saigon) kann man dann den Wiedervereinigungspalast besichtigen, den eigentlich jeder aus dem Fernsehen kennen muesste (der letzte US-Hubschrauber startet vom Dach eben dieses Gebaeudes waehrend die Panzer der nordvietnamesischen Armee es stuermen- so war es doch, oder?) - das ist aeusserst interessant (und wenn du es interessant findest, dann befasse dich mal mit der Geschichte Chinas und Taiwans - man glaubt es kaum was man im westlichen Europa glaubt und darueber erzaehlt).
Ansonsten ist der Besuch von Hue, Hoi An mit seiner Altstadt und seinen Straenden unbedingt empfehlenswert. Mopeds (ab 100 cc aufwaerts) ausleihen und mit diesen die Gegend erkunden, zum Strand fahren, sich einfach in den Fluss von Hunderten von anderen Mopeds zu begeben, im Monsunregen ein Moped zu fahren - das ist Vietnam. Das Land wird von diesen kleinen Biestern beherrscht. Um der Hitze Asiens zu entfliehen haben wir uns schliesslich nach Dalat begeben, eine kleine Stadt hoch in den Bergen mit wunderschoen kaltem und verregnetem Wetter. Es ist einer der wenigen Orte in Vietnam, an denen man keine Klimaanlage, sondern eher eine Heizung braucht. Morgens kriecht die Kaelte unter die Decke.... wunderschoen. Dort ist Luki einen Rolls-Royce unter den Mopeds gefahren, einen Yamaha - von den Einhemischen mit Beachtung und Respekt beaeugelt.
Gruss aus Vietnam
Les
Ansonsten ist der Besuch von Hue, Hoi An mit seiner Altstadt und seinen Straenden unbedingt empfehlenswert. Mopeds (ab 100 cc aufwaerts) ausleihen und mit diesen die Gegend erkunden, zum Strand fahren, sich einfach in den Fluss von Hunderten von anderen Mopeds zu begeben, im Monsunregen ein Moped zu fahren - das ist Vietnam. Das Land wird von diesen kleinen Biestern beherrscht. Um der Hitze Asiens zu entfliehen haben wir uns schliesslich nach Dalat begeben, eine kleine Stadt hoch in den Bergen mit wunderschoen kaltem und verregnetem Wetter. Es ist einer der wenigen Orte in Vietnam, an denen man keine Klimaanlage, sondern eher eine Heizung braucht. Morgens kriecht die Kaelte unter die Decke.... wunderschoen. Dort ist Luki einen Rolls-Royce unter den Mopeds gefahren, einen Yamaha - von den Einhemischen mit Beachtung und Respekt beaeugelt.
Gruss aus Vietnam
Les
27.7.06
Von Laos nach Vietnam

Vor ein paar Tagen haben wir uns entschlossen, dass wir uns genug entspannt haben. Vietnam ist die Loesung fuer solche Probleme. Die 300 km von Phonsavan in Laos an die Kueste des Suedchinesischen Meeres haben wir rund 14 Studen gebraucht, ja, wir haben es geschafft, die Bergkette zwischen Laos und Vietnam zu ueberqueren, obwohl unser Bus nicht gelaendegaengig war! Nach einer Nacht in Vinh ging es dann ueber den "Highway" nr. 1 nach Hanoi. Die Altstadt ist absolut genial, extrem viele Mopeds, viele Menschen, viele Restaurants, viele Touris aus dem Westen, ja die gibt es auch - eine Mischung die einfach Dynamik pur verspricht. Tuk-Tuks gibt es in Vietnam nicht, dafuer unendliche Mopedtaxis - und es ist definitiv die schnellste Fortbewegungsmethode, die wir auch ausprobiert haben. Es macht wirklich Spass, auf dem Moped durch die engen Strassen Hanois zu heizen. Von Hanoi aus ging es auf die Cat Ba Insel in der Halong Bucht. Etwa 2000 Karstgipfel ragen aus dem Wasser heraus - dazwischen auf einem Quasi-Segelboot zu fahren/quasi-segeln,(quasi-segeln: die Matrosen wissen nicht wie man segelt, fahren halt immer nur mit Motor durch die Gegend, da gibt es jedoch eine hartnaeckige Touristin, die unbedingt segeln moechte, weil es ihr versprochen wurde, was macht man da? Nun ja, Segel hoch, egal wie, und auf keinen Fall den Motor abstellen, denn dann wird es kritisch! Ja, wir alten Segler wissen bescheid!) in kleinen Buchten anzuhalten um schnorcheln zu gehen und dabei einen kleinen Strand nur fuer sich zu haben - das ist unbedingt empfehlenswert (wollte eigentlich das Wort "geil" vermeiden. Dabei ist Luki der alte Schwimmmeister so tief getaucht, dass er bis heute Ohrenschmerzen hat.
Gruss aus Hanoi
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