31.12.06

Weihnachten in Kununurra

Haben wir gerade Weihnachten gefeiert? Irgendwie habe ich es nicht mitbekommen. Bei hochsommerlichen Temperaturen mit gelegentlichen Schauern kommt ein Weihachtsgefuell einfach nicht auf, es ist nichts vom der weihnachtlichen Gemuetlichkeit sowie dem vorweinachtlichen Stress zu spueren, nach der Arbeit ein Bierchen, danach ein weiteres Bierchen im Swimmingpool und es geht in einem internationalen Umfeld sukzessive weiter. Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass ein durchschnittlicher Einwohner dieser Stadt die Weihnachtsfeier so verbracht hatte - alles in allem kann ich Weihnachten in Australien als ein sehr interessantes, interkulturelles Experiment durchaus empfehlen, wer jedoch einen warmen Gluehwein auf einem Weihnachtsmarkt in Kaelte einem kalten Bier im Swimmingpool bei Hize vorzieht, sollte waehrend der Weihnachten die meisten Orte auf der suedlichen Halbkugel meiden. Nun bin ich auf das neue Jahr gespannt. Uebrigens habe ich es in den letzten Tagen geschafft, endlich einen John Deere zu fahren - dieses Maschinchen ist durchaus bemerkenswert - zu meinem Standardarbeitsgeraet gehoert zurzeit ein japanischer Kubota, was ebenfalls durchaus zu empfehen ist - Hurrra!

Gruss aus Kununurra, der groessten Stadt Westaustraliens noerdlich von Broome

Les

17.12.06

Ueber die Northern Territory auf dem Weg nach Perth

Von Darwin aus waren es nur 315 km bis in die naechste Stadt, Katherine, die etwa 7000 Einwohner zaehlt - quasi ein outback town. In Katherine gibt es eine Hauptstrasse, etwa 1,5 Supermaerkte, eine Kreuzung aus einer Bushaltestelle und einem Reisebuero, und ein paar Drive Inns(eine Kombination einer Tankstelle mit einem Getraenkemarkt - aussteigen um Bier zu holen ist nicht notwendig - etwa eine Geschaeftsidee fuer Old Germany?) um all die vom richtigen Weg abgewichenen Eingeborenen mit Alkohol zu versorgen und natuerlich Farmen, vor allem Mangofarmen gibt es in Katherine mehrere. Nachdem die Ernte beendet war, sind die Wanderarbeiter weiter gezogen, ich habe mich in die naechste Stadt (ganze 6.000 Einwohner) nur ca. 530 km westlich begeben. Nun bin ich kein Farmarbeiter mehr, sondern darf mich Plantagenarbeiter nennen, zurzeit arbeite ich auf der groessten Sandelholzplantage ausserhalb von Indien, Yeah! Ist das nicht toll! Endlich duerfte ich auch Traktor fahren, habe es noch nicht hinter das Lenkrad eines neuen wunderschoenen John Deere mit einer Klimaanlage und einem CD-Player geschafft, fuer den Anfang war es ein alter Case, na ja, immerhin ein Traktor, einem alten Ursus auf jeden Fall vorzuziehen. Ansonsten wird gepflanzt was das Zeug haelt.

Beste Gruesse aus Kununurra (wo der Pfeffer waechst sollte eigentlich hinzugefuegt werden)


Les